HEYLundSEGEN
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„Sechsimalter“ begeisterten im Casa Caiombo in Quakenbrück


Eigentlich gehe es ihm „richtig schlecht“, eröffnete Kabarettist Hartmut Heyl das zweistündige Abendprogramm mit einem musikalischen Opening, um das Publikum im Casa Caiombo auf „seine“ Damen einzustimmen. Diese nämlich kannten sich mit dem Klimakterium bestens aus und schlugen mit frivolen Sprüchen und frechen Liedern zurück. Sie luden die Gäste zu einem heiteren Streifzug durch das weibliche Hormonkarussell ein, das jede Menge „Anonyme Klimakteriumsopfer“ (AKO) hinterlässt. Zu Letzteren zählt sich auch Hartmut Heyl, der Tastenmann des satirischen Ensembles „Sechsimalter“, der im wirklichen Leben als evangelischer Pastor und stellvertretender Superintendent der Stadt Osnabrück unterwegs ist.
Vor allem die Tränenergüsse und das häufige „Weiß ich nicht“ seiner Frau machen ihm zu schaffen. „Wir müssen reden Schatzi“, kontert er regelmäßig und lässt sich auch sonst jede Menge einfallen, um seine Frau durch das turbulente Mittelalter zu leiten.
Neben „Typberatung“, Tangokursen und „Östrogenkochen“ in der Volkshochschule empfiehlt er eine Einkaufstour durch die Boutiquen und das Studium der „Seniorenbravo“ (Apothekenumschau). Doch das Damenquartett verdeutlicht mit spitzer Zunge, dass Klimakteriumsgebeutelte sich lieber bei getrennten Urlauben auf Mallorca vergnügen, in Partnerschaftsbörsen stöbern und Wellnesswochenenden im Frauenkreis genießen. Zielstrebig verfolgen sie die Selbstverwirklichung, und ihre Augen funkeln angesichts der tollen Rückhand von Rafael Nadal.
Während die Damen zur Hochform auflaufen, geht es Heyl zusehends schlechter. Er versucht schließlich mit Marianne Rosenbergs „Er gehört zu mir“ und der Elvisschnulze „Love me tender“ auf die romantische Art, seine Frau aus den Klauen des Klimakteriums zu reißen.
Begeisterter Applaus forderte weitere kabarettistische Leckerbissen heraus, mit denen sich die Gäste des Caiombo bis in die späten Abendstunden vergnügten.

 

(erschienen im Bersenbrücker Kreisblatt am 13. Juni 2012)